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Breites Lowboard für heiße Geräte

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Beim Wechsel auf einen neuen wandhängenden Fernseher wurde ein neues Lowboard fällig. Die Constraints waren schnell klar. 240cm breit, 60cm tief und 50cm hoch war Platz, und der sollte auch gefüllt werden. Platz finden sollten diverse Audio-/Videogeräte und ein kleiner PC. Eine Schublade für DVDs ließ sich auch noch einplanen. Die Audio-Geräte produzieren erstaunlich viel Abwärme, die abgeführt werden muss. Daher ist das ganze Lowboard recht luftig ausgelegt. Die Seitenwände sind im Ständerbau, die Fronttüren haben große Lochbleche, und der Deckel hat Lüftungsschlitze. Eine Rückwand ist gar nicht erst verbaut, das macht zudem die Verkabelung einfacher. Wegen der nachträglichen Verkabelung ist der gesamte Deckel auf Vollauszügen gelagert, und lässt sich somit vor das Lowboard ziehen. Das Projekt ist schon etwas her, Baufotos gibt es keine. Aber so sieht es fertig aus: Das Material ist komplett Buche Leimholz. Die Türen sind außen aufgehängt mit einem Klick-Scharnier. So las...

Gehrungen sauber verleimen (hier: 22.5°)

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Für das Verleimen von Gehrungen gibt es einen einfachen Trick. Einfach die Außenkanten beider Gehrungen mit Klebeband dicht verbinden, Kleber in die Nut und zusammenknicken. Für stark belastete Verbindungen und insbesondere Hirnholzgehrungen sind jedoch zusätzliche Holzdübel sinnvoll (in meinem Fall Lamellos) - zusammenknicken funktioniert damit natürlich nicht mehr.  Es gibt diverse Gehrungsklemmvorrichtungen, die aber in der Regel nur den Winkel vorgeben, jedoch keinen Druck zum Verleimen erzeugen. Im vorliegenden Fall möchte ich einen Gesamtwinkel von 22.5° erzeugen, also zwei 11.25°-Gehrungen miteinander verbinden, aufgrund der Lamellos benötige ich einen hinreichenden Druck beim Verleimen. Angelehnt an die Funktionalität der Bessey MCX (die nur bis 22.5° runtergehen) habe ich mir jetzt folgende Holzklötze zurechtgesägt: Es handelt sich um Holzklötze aus Hartholz, 36 mm stark, die jeweils eine 11.25° und eine 22.5° Gehrung haben. Insgesamt habe...

Überauszug auf 300% selbst gebaut

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Der Entwurf einer neuen Kommode verlangt nach einem Überauszug. Die linke Wange soll 70 cm tief werden, die rechte Wange nur 35 cm. Die Front geht auf der rechten Ecke entsprechend zurück. Über die komplette Breite sollen Schubladen eingebaut werden, die Vollauszug erlauben. Aufgrund der geringen Tiefe von 35 cm darf der Auszug auf der rechten Seite eingefahren nur 35 cm lang sein. Als Vollauszug soll die Schublade aber um 70 cm ausziehbar sein, also ein Auszug auf die 3fache Länge. Entsprechende Auszüge sind zwar am Markt verfügbar, es handelt sich den Preisen nach zu urteilen aber um Spezialauszüge. Diese kommen in 3fach-Ausführung für die Kommode daher nicht in Frage. Statt dessen habe ich Vollauszüge kaskadiert, um insgesamt auf 300% Auszug zu kommen. Träger für die Auszüge ist ein beidseitig gefrästes Buchen-Leimholzbrett (35 cm x 18 cm x 1,8 cm), das ich auf dem Frästisch erstellt habe: Auf der Seite mit zwei Nuten habe ich 2 Vollauszüge jeweils mittig i...

Die Beine der Festool CS70 - Umbau auf Rollcontainer

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Dass die Festool CS70 gegen eine alte und schwere Formatkreissäge eine wabbelige Alu-Säge ist, stimmt. Winkel sollten überprüft werden und Anschlagschienen besser 2x fixiert. Der Längsanschlag zahlt sich echt aus. Trotzdem lässt sich mit der Säge recht präzise arbeiten, wenn man die Problemchen kennt. Und sie ist halt klein, handlich und portabel. Aufgrund meiner kleinen Werkstatt weiche ich häufig auf die Garage aus, das geht mit einer FKS einfach nicht. Was auch nicht geht, sind die mitgelieferten Beine der CS70. Richtig stramm steht die Säge eigentlich nie da, wer viel mit Unterzug arbeitet, zieht damit auch die Säge hin und her. Ein wirkliches Problem ist noch der Kappanschlag mit eigenen zwei Beinen. Die Säge wankt, der Kappanschlag bleibt aber stehen - und ändert so den eingestellten Anschlagswinkel. Abhilfe musste her. Prinzipiell kann man die Säge auch komplett ohne Beine verwenden, daher habe ich die Beine erst mal abgeschraubt. Um wieder auf eine nutzbare Höhe zu komm...

Kleine Werk-/Hobelbank

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Bau einer kleinen Werk- und Hobelbank Nachdem mir immer mehr die Vorteile der leisen Werkzeuge bewusst werden, muss ein klappriger Wolfcraft-Tisch etwas Vernünftigem weichen. Aufgrund der Platzverhältnisse soll es nicht zu groß werden, aber trotzdem schwer. Zu kaufen gibt es vieles schönes, aber meist zu lang, häufig zu leicht, selten preiswert. Geworden ist es eine Hevea (Kautschuk-Holz) Hirnholzplatte 150x65x4 cm, die auf ein Gerüst aus 10x10 cm KVH montiert ist. Die Banklöcher in den Beinen habe ich mit einem 19 mm Nutfräser auf dem Tisch gefräst. Durch die vordere und hintere Führung landen die Löcher alle auf einer mittigen Linie, dank des Incra-Anschlags rechts sind die Abstände exakt gleich. Mangels Spanabführung (Sackloch) brennt der Fräskopf ziemlich, ist aber perfekt senkrecht. Das Eintauchen des Fräsers habe ich mit meiner elektrischen Höhenvorwahl durchgeführt (siehe Höhenverstellung Frästisch). Das reicht für etwa 40 mm Tiefe, die restliche Tiefe habe ich mit...

Große Esstischlampe

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Bau einer Lampe für großen Esstisch Für einen neuen Suar-Esstisch wurde eine passende Lampe fällig. Bei 3 Metern Tischlänge mit nur einer Lampe ist das eine Aufgabe. Herausgekommen ist eine 2,2 Meter lange Lampe mit 3 Hängeleuchten im Industrial-Style, dazu 6 starke Deckenstrahler, die es bei Bedarf mal richtig hell machen: Der Lampenkörper besteht aus 9 Einzelleisten, die jeweils mit 11,25° auf Gehrung geschnitten sind, und über die gesamte Länge mit Hilfe von Lamellos verleimt wurden. Die Lampe ist an den Stirnseiten offen, um eventuell entstehende Wärme von den 6 Strahlern gut abzuleiten. Die Stirnlochbleche sitzen in einer Nut: Die Gehrung habe ich mit einem entsprechenden Fräskopf auf dem Frästisch gefräst, und ist somit sehr präzise: Nach dem Verleimen habe ich die Positionen für die Einbaustrahler mit einem 76mm Forstnerbohrer geplant, und anschließend mit einem kleineren Bohrkranz durchgebohrt. Anschließend wurde geschliffen, geölt, die Lampen ein...

Saunabau (2/2)

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Fortsetzung von Saunabau (1/2)  Jetzt wird Dämmwolle in die Zwischenräume eingelegt, und mit spezieller Alufolie verschlossen. Die Front hat ein Glas- und ein Türelement. Rechts kommt der Ofen und das Steuergerät hin. Die fertige Front. Die Tür hat innen einen Holzgriff, von außen Edelstahl. Das Holz ist Hemlock-Tanne . Nicht so kompliziert, wie es aussieht: Die elektrischen Anschlüsse am Steuergerät. Der Ofen hat einen eingebauten Verdampfer für Biosauna.  An die Decke kommen 24 saunataugliche LEDs an zwei Schaltkreise. Zudem kommen Lautsprecher an die Decke, und ein Farblichtpanel.  Komplett gedämmt und mit Alufolie ausgekleidet. Fertig. Auch von innen ist Hemlock angebracht. Der Ofen steht rechts, Licht-Panel und LEDs sind in Betrieb. Die selbstgebauten Bänke aus Abachi sind 2,30 m lang und 70 cm breit, nur an den Stirnseiten aufgehängt und deshalb von unten/innen mit Edelstahlprofilen verstärkt. ...